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Zwischen Kontrolle und Vertrauen

Wir leben in einer Zeit, in der wir so viel wissen wie noch nie. Und gleichzeitig fühlen sich viele Menschen unsicherer als je zuvor.

Wir wollen alles richtig machen. Die richtige Ernährung, die richtige Methode, die richtige Entscheidung. Also beginnen wir, unser Essen, unsere Routinen
und unseren Alltag zu kontrollieren.

Doch hast du dich schon einmal gefragt, woher dieses Bedürfnis kommt? Ist es Klarheit, oder steckt vielleicht auch Angst dahinter?

Ich erlebe die jetzige Zeit oft als anstrengend. Nicht, weil uns Möglichkeiten fehlen, ondern weil es zu viele davon gibt. Intervallfasten — ja oder nein?
Diese Ernährung oder jene? Meditation — aber welche Technik ist die richtige?

Und irgendwo auf diesem Weg verlieren wir etwas ganz Wesentliches — das Spüren.

Ich glaube, wir brauchen beides. Eine gewisse Form von Disziplin, eine liebevolle Struktur, die uns trägt. Aber genauso brauchen wir Vertrauen.
Vertrauen in unseren Körper, Vertrauen in unsere Wahrnehmung, Vertrauen in das, was sich im Moment richtig anfühlt.

Vielleicht geht es nicht darum, alles perfekt zu machen. Sondern darum, wieder mehr im Sein anzukommen. Weniger den Fokus auf die Selbstoptimierung legen, sondern spüren, was jetzt guttut.

Einfach mal durchatmen und sich für einen Moment dem Leben hingeben.

Ich übe mich darin — jeden Tag ein bisschen mehr.

Mit liebem Gruss
Ute